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Hydraulische Rettungsgeräte

Rettungsspreizer

Mit dem Rettungsspreizer lassen sich bei einem Verkehrsunfall unter anderem PKW- Türen mit großer Kraft auseinanderdrücken. Mit dem Spreizer können auch große Lasten weggedrückt werden.

Rettungsschere

Um eine eingeklemmte Person schonender bzw. schneller befreien zu können, wird sehr oft das Fahrzeugdach entfernt. Hierbei kommt die Rettungsschere zum Einsatz. Denn mit dieser lassen sich Tür- und Dachholme aber auch Seitenaufprallschutz, Schweller usw. mühelos durchtrennen.

Hydraulikzylinder

Mit den Hydraulikzylindern können große Distanzen beim Auseinanderdrücken von Karosserieteilen überbrückt werden. So finden sie unter anderem Verwendung beim Hochdrücken von Lenksäulen oder Pkw-Dächern.

Atemschutzausrüstung

Dies ist alles Notwendig um aus einem verrauchten Haus atemluftunabhängig Personen zu retten oder einen Innenangriff zu starten.

Als Atemschutzgerät werden grundsätzlich alle Geräte bezeichnet, die zum Atemschutz verwendet werden. Sie bieten Schutz vor Stoffen, Partikeln oder Organismen, die über die Atemwege in den Körper gelangen können.

Gewicht Atemschutzausrüstung: ca. 22 kg.    Inhalt/Flaschendruck: 6l/300bar

Luftvorrat bei mittelschwerer Arbeit für ca. 33 min.

Mit zur Ausrüstung gehören:

- Atemschutzgerät mit Pressluftflasche   Gewicht ca. 22 kg
- Atemmaske (Info siehe unten)
- Funkgerät
- Wärmebildkamera (Info siehe unten)
- Handlampe
- Feuerwehrleine
- Hohlstrahlrohr
- Fluchthaube (Saubere Luft durch Filter für 20 min)

Weitere Ausrüstungsgegenstände:

- Halligantool mit Spalthammer und Tragetasche
- Rauchverschluss (siehe unten)
- Schlauchpaket mit Hohlstrahlrohr und Absperrhan
- Schlauchtragekorb

 

Atemschutzmaske

Atemschutzmasken können in Verbindung mit Pressluftatmersystemen umluftunabhängig oder mit Atemschutzfiltern umluftabhängig verwendet werden. Bei der umluftabhängigen Version kann der Atemschutzfilter entweder direkt an der Maske angebracht sein oder über einen Schlauch mit ihr verbunden werden. Man unterscheidet dabei zwischen Normaldruckmaske und Überdruckmaske.

Wärmebildkamera

Die Wärmebildkamera ist ein Ausrüstungsgegenstand, der heutzutage in vielen Feuerwehren mitgeführt wird. Dies kommt vor allem daher, dass sie ein großes Einsatzspektrum bietet und den Einsatzkräften eine große Hilfe sein kann. Sie wird vor allem zum schnellen Lokalisieren von Brandherden oder auch zur Suche oder Rettung von Personen eingestzt. Sie kann aber auch bei Verkehrsunfällen oder Gefahrguteinsätzen zum Einsatz kommen, wobei sie zur Sicherheit der Einsatzkräfte beiträgt.

Mobiler Rauchverschluss

Ein mobiler Rauchverschluss (auch Rauch-, Rauchschutz- oder Brandvorhang genannt) ist ein Mittel der moderne Brandbekämpfung. Er ermöglicht es bei einem Brand in einem Gebäude die Zugangstür zu öffnen und verhindert bzw. reduziert hierbei die Ausbreitung von heißem und giftigem Brandrauch in noch unverrauchte Bereiche.

Der Rauchverschluss besteht aus einem nicht brennbaren Tuch, welches an einem Metallrahmen befestigt ist. Dieser Metallrahmen wird mit einer Spreizstange in einen Türrahmen gespannt und das herabhängende Tuch verschließt die Türöffnung auch dann weitgehend, wenn die dazugehörige Tür geöffnet wird.

Da dieFeuerwehr in geduckter Haltung in brennende Räume bzw. in verrauchte Raumbereiche vorgeht, wird so nur im unteren Bereich der Tür der Rauchverschluss geöffnet. Die heißen Brandgase befinden sich dagegen überwiegend oben an der Zimmerdecke und können damit kaum aus dem Raum entweichen. Wird der mobile Rauchverschluss in Kombination mit taktischer Belüftung (siehe Überdrucklüfter) eingesetzt, steigert dies weiter die Effektivität. In diesem Fall entweicht praktisch kein Rauch mehr durch die Tür. Dabei ist jedoch zu beachten, dass dafür auch eine Abluftöffnung im verrauchten Bereich vorhanden sein muss.

Ziel dieser Technik ist es die heißen Brandgase aus anderen Räumen oder gar Treppenhäusern herauszuhalten. Die giftigen und auch ätzenden Bestandteile des Qualms werden dadurch für Anwohner und Sachwerte nicht gefährlich. Insbesondere rauchfreie Treppenräume sind für die Rettung von Menschen bei Gebäudebränden sehr wichtig. Weiterhin könnten heiße Gase sich auch weiter oben im Gebäude ansammeln und eventuell an anderer Stelle einen weiteren Brand verursachen.

Überdrucklüfter

Ein Lüfter wird für eine Druck-Entlüftung bei Rauch-, Hitze- und Rauchgasentwicklung in Räumen, Wohngebäuden und Hallen eingesetzt. Der Lüfter wird dabei im Freien in Position gebracht, damit er mit Frischluft durch Überdruck die Luftmassen in Richtung der vorhandenen und noch zu schaffenden Öffnung wie Fenster, Rauchklappen o.ä. in Bewegung setzt. Das Gerät wird ca. 2-3 m vor dem Zugang so aufgestellt, dass der Frischluftkegel die Tür- oder Zugangsöffnung vollständig abdeckt. Beim gleichzeitigen Einsatz des Lüfters mit dem Einsatz des Angriffstrupps hat dieser sofort gute Sichtverhältnisse, und er kann so schneller zum eigentlichen Brandherd vorrücken.

Stromerzeuger 9 kVA

Für den Betrieb der feuerwehrtechnischen Gerätschaften mit Elektromotor verfügt die Feuerwehr über einen Tragbaren Stromerzeuger mit einer Leistung von 9 kVA. Anschlussseitig verfügt das Gerät über einen Drehstromanschluss und 3 Schutzkontaktsteckdosen.

Schmutzwasserpumpe

Die Chiemsee-Schmutzwasserpumpe dient zum Abpumpen von Schmutz-, Klar- und mit Feststoffen verunreinigtem Wasser. Bis zu einer Korngröße von 70 mm ist eine Förderung problemlos möglich.

Die Chiemsee ist nicht selbstsaugend, d.h. die Saugleitung muss vorher bis zur Pumpe mit Wasser gefüllt werden.

Sie hat bei einer Förderhöhe von 0,5m eine Förderleistung von ca. 1200 l/min.

Tragkraftspritze TS8/8

 

Die Tragkraftspritze TS 8/8 fördert in einer Minute 800 Liter Wasser bei einem Druck von 8 bar.

 

Schnell Unterbausystem

Das Schnell-Unterbausystem ist ein spreizbares Gerät, das von einem Handrad über ein Trapezgewinde oder Dywidaggewinde ein Spreizhebelumlenksystem aktiviert.
Das Unterbausystem wird einfach unter die zu unterbauende Stelle am Fahrzeug gelegt und eingespannt.

Dieses System wurde von uns entwickelt und bekam 2012 den 3. Platz beim IF-Star verliehen.

Wasserrucksack

Der Wasserrucksack ermöglicht die Brandbekämpfung und Nachlöscharbeiten im unwegsamen Gelände mit Wasser und Netzmittel, sowie auf Großveranstaltungen und Demonstrationen, wo Kübelspritzen zu unhandlich sind.

Für guten Tragekomfort ist er mit breiten Schultergurten und Polstern ausgestattet. Die Messingpumpe wird durch ein robustes Kunststoffgehäuse geschützt.

Biber Staustelle

Die mobile Staustelle Biber ist eine Vorrichtung zum schnellen Anstauen von Wasser in fließenden Gewässern. Das Gerät zeichnet sich durch eine einfache und schnelle Handhabung aus.

Wir nutzen die Staustelle hauptsächlich in kleinen Bächen, bei denen zur Wasserentnahme erst mit Spaten ein Vertiefung in den Bach ausgehoben werden muss, damit der Saugkorb ordentlich im Wasser liegt.

Einen weiteren Vorteil sehen wir darin, dass nicht so viele Steinchen und andere Fremdkörper mit eingesogen werden.

Die Staustelle ist bei unserer Feuerwehr aus taktischen Gründen auf dem TSF verlastet.

Schwimmsauger   (gesponsert von der Versicherungskammer Bayern  7.8.2019)

Mit dem Schwimmsauger kann aus Bächen gesaugt werden, wenn der Wasserstand nur noch 5 cm beträgt. Bisher waren mindestens 30 cm notwendig. Da das Wasser an der Oberfläche entnommen wird, wird zudem der Gewässerboden geschont. Der 7kg leichte Schwimmsauger besteht aus einem 60 cm langen Polyethylen-Körper und wird anstelle eines herkömmlichen Saugkorbes aus Metall am Saugschlauch angebracht. Dieser Saugschlauch wird an der Pumpe des Feuerwehrfahrzeuges angeschlossen. Da nicht überall Hydranten vorhanden sind, muss das Löschwasser oft aus Bächen oder Teichen gepumpt werden. Der Schwimmsauger ist dafür eine einfache, aber geniale Erfindung. Zudem ist das Absaugen von Wasser bei Überschwemmungen möglich.

Feuerwehrsauger HYDRA BOY

Kompakter, voll ausgestattetes Gerät mit hoher Literleistung. Gebaut für den harten Einsatz im Katastrophenfall

Standard Paket: Dieser wurde zu einem viertel über Spenden finanziert.

  • Saugschlauch 8 m lang, Durchmesser 38 mm
  • Ablaufschlauch 10 m lang, Durchmesser 38 mm mit C-Kupplung
  • 4 Kunststoff-Saugrohre, Bodenabsauger mit Gummilippen, Rundbürste, transparente Saugdüse, Alu-Bodendüse fahrbar, 45 cm breit
  • 10 m Stromkabel mit Personenschutzschalter
  • Im Juli 2014  konnte die Freiwillige Feuerwehr Baisweil einen Nass-/Trockensauger vom Typ HYDRA-BOY in Dienst stellen. Mit diesem - auch als Feuerwehrsauger bezeichneten - Gerät kann die Baisweiler Wehr künftig bei überfluteten Kellern noch effizientere Hilfe leisten. Das Gerät kann neben Wasser auch Schlamm und Schmutz bis zu einer Korngröße von 35 mm aufsaugen. Mittels einer integrierten Tauchpumpe wird die angesaugte Flüssigkeit über einen Ablaufschlauch weggepumpt, so dass die Saugarbeiten bei vollem Sauger nicht unterbrochen werden müssen. Zum Schutz der im Wasser stehenden Einsatzkräfte vor Stromschlag verfügt das Gerät über einen eingebauten FI-Schutzschalter.